Back to school …

Überaus freundlich wurden wir im NCC vom Beirat begrüßt, davon hatte ich bereits berichtet. Dabei ist ein schönes Gruppenfoto entstanden, was uns inmitten des Beirates zeigt, kurz bevor wir gemeinsam zum Essen gegangen sind.

ISJP 2014 Teilnehmer_Innen mit Beirat
ISJP 2014 Teilnehmer_Innen mit Beirat

„Back to school“ – so ist es tatsächlich. Nur viel besser. Zwar ist das NCC nicht das modernste Institut, aber die Inhalte, die wir bisher vermittelt bekommen haben, sind großartig.

Die erste Woche beginnt mit einer Einführung in die japanischen Religionen von Martin Repp. Mit ihm haben wir einen international

Ein Oni (Teufel), der den Tempel vor dem Bösen schützt
Ein Oni (Teufel), der den Tempel vor dem Bösen schützt

bekannten und anerkannten Experten für diese Themen als Dozenten und Begleiter vor Ort. Zwar betont Herr Repp immer wieder, dass er vieles „aus dem Stand“ doziert und daher nicht auf jede Frage eine Antwort parat habe, aber dennoch: Die Inhalte sind vielfältig und sehr, sehr spannend. Da Herr Repp selbst gut 20 Jahre in Japan gelebt und gearbeitet hat, hat er vielfältige Kontakte vor Ort und kann uns Einblicke organisieren, die man normalerweise wohl kaum bekommen würde.

chinesische Malerei im Eikando Zenrin-Ji
chinesische Malerei im Eikando Zenrin-Ji

Martin Repp ist vor Ort auch unser Betreuer für die Zeit bis Mitte/Ende Oktober. Ohne seine Hilfe an vielen Stellen, wären wir mit Sicherheit immer mal wieder irgendwo hängen geblieben. Das gesamte Team vom NCC ist sehr bemüht um uns und mein Eindruck bisher ist, dass die Dozenten und Professoren (es sind tatsächlich nur Männer) allesamt ausgewiesene und renommierte Experten in ihren Fächern sind. Das war in Deutschland nicht immer so.

Schrein im Eikando Zenrin-Ji
Schrein im Eikando Zenrin-Ji

Bei allen, die am Programm beteiligt sind, merkt man, dass es ihnen eine Herzensangelegenheit ist und sie Freude daran haben, mit den Doitsujin zu arbeiten.

Hinweisen möchte ich noch auf den Blog des NCC, den man hier findet: http://ncc.webdeki-blog.com

Garten im Eikando Zenrin-Ji
Garten im Eikando Zenrin-Ji

Nach Herrn Repps Unterricht am Vormittag, haben wir in den vergangenen Tagen jeweils einen Shinto Schrein und einen buddhistischen Tempel besucht. Im Eikando Zenrin-Ji konnten wir viele Teile besichtigen, die andernorts nicht zugänglich sind.

Der Einkando Zenrin-Ji hat es mir wirklich angetan. Der liegt am Berghang direkt am Wald (Berg und Holz sind Symbole für Leben) und wird seinem Beinamen, Temple of Maple Leaves mehr als gerecht. Die Gärten im des Tempels sind unglaublich – genauso, wie der Ausblick, den man von der Pagode über Kyōto hat.

Kyōtos Berge
Kyōtos Berge

Im Tempel hielten wir uns knapp drei Stunden auf. Der Begriff „Power Spot“, der verwendet wird, um die Orte zu bezeichnen, an denen Schreine oder Tempel errichtet werden ist wirklich treffend.

Die Vorstellung, dass viele dieser Orte bereits seit Jahrhunderten und länger von Menschen als spirituelle Orte genutzt werden berührt mich sehr.

Die Atmosphäre dieser Orte ist unglaublich.

It may
It may

Ich habe zunehmend das Gefühl, dass die Zeit in Japan ein sehr

besonderer Schatz ist, den ich den Rest meines Lebens bewahren werde, was – dank wichtiger Warnhinweise – hoffentlich noch sehr lange ist ;-).

6 Gedanken zu „Back to school …“

  1. Wieder ein ganz toller und berührender Beitrag!

    Aber sollen wir Dir vielleicht Pflaster oder sowas schicken? In Japan scheints ja reichlich gefährlich zu sein ;)

  2. Hey Max,
    freut mich ganz doll, dass du anscheinend so tolle Erfahrungen machst grad. Es ist schön zu lesen, dass du angekommen bist quasi, aber schön auch wieder zurück kommen :)
    Freu mich drauf mehr von dir zu lesen!

    Liebe Grüße,
    Hannes

  3. Hey Max!

    Was bin ich froh, deinen Blog entdeckt zu haben! Eine sehr interessante, erfreuliche und inspirierende Zerstreuung meines Alltages. Ich werde deinen Berichten gespannt folgen und ich hoffe, dass du deine Motivation des Schreibens bis zuletzt aufrecht erhältst. :-)

    Liebe Grüße!

Kommentare sind geschlossen.