Von toten Frauen zum Shinto zum Manga

Erste Erkundung

Die erste Erkundung auf eigene Faust durch Kyoto hat uns durch die, gefühlt, halbe Stadt geführt. Da einige von uns noch Adapter für ihre deutschen Stecker kaufen musste, ging es in Richtung des Bahnhofes – dort sollte es einen großen Elektromarkt geben. Und tatsächlich The Cube ist ein gigantisches Kaufhaus auf sieben Etagen, in dem es in etwa alles gibt, was einen Stecker hat, haben könnte oder jemals einen berührt hat.

Team Betto-Cho Christoph, Ferdinand, Julius und Max
Team Betto-Cho
Christoph, Ferdinand, Julius und Max

Dort angekommen erinnerte ich mich daran, dass mir ein Feuerwehrkamerad, der bereits in Kyoto war, empfohlen hat, im Bahnhof den Skyway zu besuchen. Da wir ohnehin direkt am Bahnhof waren machten wir uns – nach einer Stärkung – zu selbigem auf.

 

A Skywalker I am
A Skywalker I am

Der Skyway ist eine Brücke, die in einer ziemlichen Höhe (80m?) durch den Bahnhof Kyoto führt. Beeindruckend, vor allem weil man eine wunderbare Aussicht über Kyoto hat.

 

Funkelnde Lichter in Kyoto
Funkelnde Lichter in Kyoto
Skygarden
Skygarden
Kyoto bei Nacht
Kyoto bei Nacht

Wunderschön ist auch der Skygarden, ein Garten, der direkt am Skyway auf dem Dach des Bahnhofes liegt. Ein Ort, an den ich skystairssicherlich nochmal zurückkommen werde.

 

 

 

max_skystairsBesonders eindrucksvoll ist auch die Treppe, die zum Skygarden hinauf führt. Sie ist komplett von LEDs durchzogen und hat verschiedene Lichtbilder, die sie darstellt.

skystairs skystairsVom Bahnhof aus ging es durch das nächtliche Kyoto langsam wieder Richtung Unterkunft. In einer Buchhandlung blieben wir stecken und schauten uns um, vor allem um Manga zu finden. Was mich wirklich erstaunt hat ist, dass diverse Klischees einfach wahr sind. In gefühlt einem drittel der Hefte ging es um Vergewaltigung und neben Kunstbänden über Kyoto oder klassisches Kunst finden sich Darstellungen von verstümmelten und misshandelten Frauen.

"Dog"
„Dog“

Das Bild „Dog“ ist dabei eine der harmlosesten Darstellungen.

Es erstaunt mich doch, dass diese Darstellungen dermaßen oft vorkommen und offenbar kulturell wirklich fest verankert sind. Bisher hatte ich das für ein Klischee gehalten, was vor allem über das Netz transportiert wird; offensichtlich ein Trugschluss.

 

Nach dem Intermezzo im Buchladen gab es Abendbrot in Form vom veganer Bolognese für das gesamte Team Betto-Cho. Ein schöner Abschluss.

Shinto

Gemeinsam mit Herrn Repp ging es nach einer viel zu kurzen Nacht das erste mal mit fachlicher Begleitung zum Yoshida-Schrein und danach zum 真正極楽寺 (Shinnyo-do Tempel).

Herr Repp erklärt
Herr Repp erklärt

Herr Repp zeigte uns hier, wie verschiedene Rituale ablaufen. Beispielsweise konnten wir alle eine rituelle Reinigung durchführen.

Insgesamt ist das Schreibgelände sehr schön und für mich war es beeindruckend, einmal zu erklärt zu bekommen, was genau die Symboliken eigentlich bedeuten und wie die Riten ablaufen. Da mir auch noch ein Vogel auf die Schulter DSCI0163gekackt hat und Herr Repp erklärte, dass dies ein ZeDSCI0158ichen dafür sei, dass die Götter meiner Anwesenheit zustimmen würden und dies ein Zeichen von Glück sei, bleibt mir nur zu sagen: Wunderbar, dass wir hier waren.

DSCI0147Im Shinnyo-do Tempel konnten wir ein traditionelles Gebet miterleben. Ebenfalls eine Erfahrung für sich. Besonders das „Krach machen“ (meistens in Form einer Glocke), damit der Gott aufmerksam wird ist mir als Christ fern.

Der Shinnyo-do Tempel ist kein Shinto-Tempel, sondern ein DSCI0180.geaendertbuddhistischer Tempel. DSCI0198.geaendertDaher gab es hier andere Dinge zu entdecken und beachten.

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Böse Geister wehrt man am Besten mit fiesen Gestalten ab

 

Kyoto International Anime Manga Fair

DSCF2896Ziemlich zufällig hörten wir davon, dass in diesem Wochenende die Kyoto International Anime Manga Fairstattfindet. Was macht man da? Klar: Hinfahren.

Da wir nicht ganz sicher waren, wie genau DSCF2897wir hinkommen, gestaltete sich die Radfahrt zum Messegelände etwas schwierig, vor allem weil es mehrere Veranstaltungsorte gab. So kamenDSCF2908 wir erst kurz vor Schluss bei der Messe an und werden den Sonntag nutzen, um etwas mehr zu sehen.

DSCF2911Glück hatten wir dennoch mit dem späten Eintreffen: Der größte Trubel war vorbei und so konnten wir eine ganze Reihe Fotos machen und einen Button mit unserer eigenen Super Power erstellen.

Und so ende ich für heute mit einem Haufen Fotos :)

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<3

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Ein Gedanke zu „Von toten Frauen zum Shinto zum Manga“

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